»Eine Jazzstimme und eine Gitarre – kann das etwas hergeben? Es kann. Sänger Norbert Gottschalk und Gitarrist Frank Haunschild haben ihre Lieblingssongs zusammengestellt und eine intime, delikate Platte daraus gemacht. Gottschalk singt, überwiegend in höherer Lage, mit Musikalität, Wärme und punktgenauer Intonation und nimmt durch völlige Entspanntheit für sich ein. Woher seine Sicherheit kommt, zeigt sich, wenn er auch zur Trompete greift oder pfeift: ein Könner. Daß die Reize des unwiderstehlichen „All Blues“ immer noch nicht ausgelotet sind, beweist Gottschalk mit seiner stimmigen Duo-Fassung. Damit erweist er sich als wichtiger deutscher Jazzsänger.«
»This is really a duo that works as one. Norbert Gottschalk sings and plays occasional trumpet while Frank Haunschild plays guitar and they sound great together. Gottschalk has a strong tenor voice that he uses well while Haunschild plays acoustic and electric guitars with imagination. They do mostly jazz standards with a few pop tunes thrown in. „All Blues“ swings like mad with Gottschalk doing guttural scat in the best Hendricks / McFerrin style, „Down“ is a simple Miles Davis bop riff where Gottschalk blows tight muted trumpet and „Porkpie Hat“ has very soulful guitar under Gottschalk’s whispering of Joni Mitchell’s lyrics. Most of this is subtle, uplifting and sounds really good.«
»…Gottschalks wandlungsfähige Stimme und Haunschilds schlank-relaxtes Fingerpicking produzieren eine kaum für möglich gehaltene, erfrischend unverschnulzte Emotionalität, die den Trendsetter „Schmusejazz“ als billigen Bauernfängertrick überführt. Manche der wirklich gelungenen Covers wie Pat Methenys „Always and Forever“, Mingus‘ „Goodbye Porkpie Hat“ oder gar Clapton’s „Tears in Heaven“ klangen nie zuvor intensiver, anregender. Starke Leistung«
»Eine sanft schimmernde Perlenkette wunderschöner Songs
Dieses „Jewel-Case“ birgt in der Tat ein Juwel. Der großartige Gitarrist, einfühlsame Flügelhorn-Spieler und sympathische Sänger Norbert Gottschalk hat in „Personalunion“ ein ganz wundervolles Album aufgenommen – eines, wie es selten so schön und harmonisch zu finden ist. Ales kommt aus einer Hand – und alles stimmt. Gottschalk hat aus der Schatztruhe des internationalen Jazz- und Pop-Kanons mit sicherem Geschmack elf Stücke von Freddie Hubbard bis A. C. „Tom“ Jobim und von Joni Mitchell bis Michael Franks ausgewählt, zwei Kompositionen aus eigener Feder hinzugefügt und mit den Standards zu einer samt schillernden Perlenschnur verbunden.
Norbert Gottschalk ist ein Meister der leisen Töne, seine Behandlung der Saiten seiner akustischen Gitarre delikat, ob das Balladen, Bossas oder Blues sind. Seine Stimme erinnert mit ihrem gemütvoll weichen Timbre oft an den großen Johnny Mathis. Gottschalk wird all den Genres perfekt gerecht, die er in diesem außergewöhnlichen Album versammelt – er beweist sich als Fingerpicker von Rang, der in Jazz und Latn zu Hause ist, als beachtlicher Scatter und als ein Flügelhorn-Spieler der besonders einfühlsamen Art, weich im Ansatz und klar in den Linien. Eine hübsche Überraschung ist auch der seltene Einsatz des Pfeifens, das man seit Jean Thielemans mit dem Klag der Gitarre verbindet. In „Antonio’s Song“ und der Eigenkomposition „Once“ zeigt er sich als veritabler Kollege des unerreichten „Toots“.
„Solo“ von Norbert Gottschalk gehört zu den raren Glücksfällen, für die der Hörer dankbar ist. Sollte man sich nicht entgehen lassen.«